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Jeden 3. Donnerstag im Monat

Caritas Lübeck, Fegefeuer 2, 23552 Lübeck

Einlass ab 18:00 Uhr, Beginn 18:30 Uhr, Ende 20:30 Uhr




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Themenbild April 2018 Süchte
© geralt / pixabay.com

Bist Du süchtig?? Ja? Wonach?
Reicht es nicht schon nur diese Krankheit zu haben? Muss das auch sein? Bedingen sich hier vielleicht die Dinge? Komm und erzähl uns was und wie Du es erlebt hast. Wir freuen uns auf einen sehr interessanten Austausch und freuen uns auf dich.

Programm 2018 Flyer 2018

17. Mai 2018
Süchte
21. Juni 2018
Zukunftspläne/Umgang mit Wünschen & Träumen
19. Juli 2018
Wem sage ich was und wie viel?
August 2018
Sommerpause
20. September
Verhalten in der Arbeitswelt/Lücken im Lebenslauf, GdB, ...
18. Oktober 2018
Welche Hilfen & Unterstützungen gibt es und wie gehe ich mit ihnen um?
15. November 2018
Sexualität
20. Dezember 2018
Stärken, Fähigkeiten & positive Eigenschaften trotz und durch Borderline

Trialog vom 20. Juli 2017 mit dem Thema Achtsamkeit und Skills

Wichtig erscheint mir die Idee zu beschreiben.
Achtsamkeit aus dem Zen Buddhismus kommend, beschreibt eine Lebenshaltung. Sie ist eine Philosophie, mit dem Ziel innere Aufmerksamkeit (Achtsamkeit) im gegenwärtigen Moment herzustellen und zu halten.

Noch konkreter:
Denken, Fühlen und Handeln sind nicht möglich in der Minute, die gerade verstrichen ist, denn diese ist bereits Vergangenheit. Sie sind auch nicht möglich in der Minute, die noch kommen wird, denn diese ist noch Zukunft. Denken, Fühlen, Handeln, kurz Leben, ist immer nur im gegenwärtigen Moment möglich.

Das betrifft auch die Beschäftigung mit den Fragen, wie wir eine Verbesserung unserer Lebensqualität mit unserer Erkrankung erreichen können. Denn auch das ist nur in diesem Moment möglich. Jede/r der, sei es zum ersten oder wiederholtem Mal auf diese Thema trifft, wird wissen wie schwierig es ist, genau das zu erreichen.

Brutalst schwer und das ist schon abgerundet.

Doch an dem Punkt helfen uns die Skills.

Skills sind die Methoden, Werkzeuge, Fähig- und Fertigkeiten um diesen Zustand herzustellen, wieder in ihn einzutauchen und darüber hinaus mit der Situation unschädlich für uns und andere umzugehen.

Es sind die fünf Module der DBT Innere Achtsamkeit, Zwischenmenschliche Fertigkeiten, Umgang mit Gefühlen, Stresstoleranz und Selbstwert bzw. Selbstakzeptanz.

Diese Grundlagen gilt es auszubauen und zu verfeinern. Bis zum Igelball :-) Tun wir das, so wird es uns immer leichter fallen den Zustand der Achtsamkeit zu erreichen.

Eine anstrengende Reise voller Versuch und Irrtum, aber die beste, die ich je antrat.

Was ist Borderline? Die Borderlinestörung ist eine Form der Persönlichkeitsstörung. Sie ist über den Schlüssel der ICD definiert. Die Borderlinestörung ist eine Form der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung (F60.3). Die emotional instabile Persönlichkeitsstörung ist eine Persönlichkeitsstörung mit deutlicher Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, verbunden mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung. Es besteht eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen und eine Unfähigkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Ferner besteht eine Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen, insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden. Zwei Erscheinungsformen können unterschieden werden: Ein impulsiver Typus (F60.30), vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline-Typus (F60.31), zusätzlich gekennzeichnet durch Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere, durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen.

Der Trialog ist eine Form des gleichberechtigten aktiven Austausches zwischen Betroffenen, Angehörigen und Behandelnden, um voneinander zu lernen. Er ist keine Therapie oder kein Therapieersatz.

Den Wunsch nach Veränderung aufgreifen und daran arbeiten.

Durch gegenseitiges Verstehen aller Beteiligten mehr Respekt, Toleranz und Akzeptanz untereinander schaffen.

Eine ausgewogene Balance zwischen Handeln, das aktiv Veränderung ermöglicht, und Akzeptanz von Unveränderbarem schaffen.

Aus dem, was im Trialog besprochen wird, kann jeder für sich individuell das rausziehen, was er benötigt und womit er für sich im Alltag etwas anfangen kann.

Aktiver Austausch gelingt durch gegenseitige Rücksichtnahme, gegenseitiges Verständnis und Rahmenbedingungen. Diese tragen auch zum Schutz der Teilnehmenden bei.

Voraussetzungen für die Teilnahme
  • Ich akzeptiere, dass ich in diesem Rahmen allen anderen gleichgestellt bin.
  • Über alles im Trialog Gesprochene wahre ich außerhalb der Räumlichkeiten absolutes Stillschweigen.
  • Ich bin selbst betroffen, Angehörige/r oder behandle Menschen mit dieser Störung.
  • Ich bin nüchtern und clean.
  • Ich will meine jetzige Situation verbessern.
  • Ich bin nicht akut suizidgefährdet.
  • Ich bin in der Lage, meine Anspannung selbstständig zu regulieren.
Während des Trialoges gilt
  • Handys aus.
  • Trigger-Stop-Regel.
  • Wir lassen einander ausreden und gehen respektvoll miteinander um.
  • Wahrheit und Wirklichkeit sind subjektive Wahrnehmungen.
Ansprechpartner
Thomas Friedrich
Anschrift
Ostpreußenring 200
23569 Lübeck
Telefon & WhatsApp
+491631733967
E-Mail
Thomas.Friedrich@luebecker-trialoge.de
Threema
CXCPAHWU
Adresse
Caritas Lübeck, Fegefeuer 2, 23552 Lübeck
ÖPNV stadteinwärts
Haltestelle Fegefeuer, Linien 1, 2, 4, 6, 7, 9, 15, 16, 17, Regionalbusse
ÖPNV stadtauswärts
Haltestelle Fegefeuer, Linien 1, 2, 4, 6, 7, 9, 15, 16, 17, Regionalbusse
PKW
Parkplätze für einen PKW finden Sie am einfachsten, indem Sie dem Parkleitsystem folgen.
Fahrrad
Fahrräder können im angrenzenden Bereich der Mühlenstrasse angeschlossen werden.
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